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Bekannte Namensträger



Martin Heinrich Klapproth - Entdecker des Urans


1743 - 1817, Apotheker

In seinem Apothekenlaboratorium führte er jahrzehntelang gründliche Analysen aus und entdeckte dabei neben anderen chemischen Elementen 1789 das Uran. In den Chemischen Annalen von 1789 schrieb Klapproth dazu:


Aus diesen Erfahrungen geht nun genugsam hervor, daß jener mineralische Körper weder zu den Zinkerzen noch zu den Eisenerzen, ..., überhaupt zu keinen, der bis jetzt behandelten mineralischen Substanzen gehöre, sondern daß er als eine eigene, selbständige, halbmetallische Substanz in den Systemen aufzunehmen sei. Es müssen folglich auch deren falsche Benennung als Pecherz, Eisenpecherz, wegfallen, und muß ihr dagegen ein neuer...Name beigelegt werden. Bis zu etwaigen Auffindung eines noch schicklicheren, lege ich ihr den Namen Uranit bei, welchen Namen ich, nach dem Beispiel der alten Philosophen, von einem Planeten, nehmlich von dem jüngst entdeckten, dem Uranus, entlehne.

Martin Heinrich Klapproth war der erste Lehrstuhlinhaber für Chemie an der 1818 gegründeten Berliner Universität (heute Freie Universität Berlin).

Quellen:

http://www.bergbauverein-ronneburg.de/uran.htm
http://www.bcp.fu-berlin.de/dokumente/CHEMIE_deutsch_2202.pdf



Philipp Klapproth - literarische Figur


Protagonist des 1890 uraufgeführten Schwanks Pension Schöller von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs. Die Komödie am Kurfürstendamm in Berlin beschreibt den Inhalt des Stücks wie folgt :

Der Großgrundbesitzer Philipp Klapproth aus Kyritz an der Knatter möchte am Stammtisch mit einem verrückten Erlebnis brillieren – und deshalb an einer Soirée in einer Berliner Irrenanstalt teilnehmen. Sein Neffe Alfred, dem er dafür Geld zur Eröffnung eines Geschäftes verspricht, soll das für ihn organisieren. Der würde ihm gern helfen, kennt jedoch keine Irrenanstalt. Er führt seinen Onkel stattdessen in die Soirée der Pension Schöller und gibt die dortigen Gäste als Patienten aus. Klapproth hat seinen Spaß mit einem abenteuerlichen Großwildjäger, einer skurillen Schriftstellerin und einem Möchtegern-Schauspieler mit Sprachfehler, der >Othenno< rezitiert, - und fährt hochzufrieden wieder zurück in die ländliche Idylle. Doch hat er nicht damit gerechnet, dass die Pensionsgäste ihn bis nach Hause verfolgen und an den Rand des Wahnsinns treiben.

Quelle:

http://www.komoedie-berlin.de/repertoire/pension+schoeller.htm